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Wissenswertes über Fadenlifting

Wie so oft in der ästhetischen Medizin resultiert auch 

das Fadenlifting aus einem Nebenbefund. Durch Dr. Kim Dong Jun in Korea wurde im Rahmen einer die Akkupunktur ergänzenden Therapie von Gesichtsschmerzen mit Hilfe von resorbierbarem Nahtmaterial eine Straffung des Haut festgestellt. 

Korea gilt auch weiterhin als die Wiege des Fadenliftings, aber auch vieler anderer nicht invasiver ästhetischer Medizinbehandlungen. 

Über 80% aller für das Fadenlifting verwendeten Materialien werden auch heute noch in Korea hergestellt. 

Nach vielen Versuchen und der Verwendung unterschiedlichster Materialien, wie Goretex, Gold und  Polypropylen haben sich zwischenzeitlich Fäden aus 

Polydioxanon (PDO), Caprolakton und Polymilchsäure etabliert. Diese werden bereits seit langem in der Chirurgie als resorbierbare ("selbstauflösende") Nahtmaterialien verwendet.  Je nach Einsatzgebiet gibt es dies in unterschiedlichen Stärken und Längen.

Den Materialien ist allen gemeinsam, dass sie rückstandslos in einem Zeitraum zwischen 6 und 24 Monaten aufgelöst werden.  Je nach Material wird während des Abbauprozesses

eine Produktion von Kollagen angeregt. Hierbei unterscheidet man im wesentlichen 2 Arten von Kollagen:

Typ 1 Kollaen

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Wer ist für ein Fadenlifting geeignet ?

Ein wesentlicher Punkt für ein zufriedenstellendes Ergebnis eines Fadenliftings ist die vorherige ausführliche Untersuchung des Patienten und die Abklärung, ob aufgrund des Befundes ein Fadenlifting überhaupt geeignet ist. Sofern keine Ausschlusskriterien wie Allergien, Autoimmunerkrankungen, Einnahme von Blutverdünnern, Schwangerschaft oder sonstige Erkrankungen vorliegen, kann eine weitergehende Analyse vorgenommen werden. 

Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber, dass eine übersteigerte Erwartung des Patienten an ein Fadenlifting vermieden wird, sondern ein realistisches Ergebnis besprochen wird.  

Der ideale Typ für ein Fadenlifting mit Zugfäden (Fäden mit Widerhaken) ist 35 -55 Jahre und zeigt erste Anzeichen von Volumenverlust. Bei älteren Patienten mit teilweise deutlichem Hautüberschuss und bereits stark abgesunkenem Gewebe ist eine Behandlung allein nicht ausreichend, teilweise sogar nicht zu empfehlen.  

Anders verhält es sich bei kleinen Falten und auf kleinere Areale begrenztem Volumenverlust. Hier kann man durch den Einsatz von sogenannten Monofäden 

Wann ist ein Fadenlifting nicht möglich ?

 

Bei folgenden Patienten ist eine Fadenlifting nicht möglich :

  • Patienten mit  zu viel Hautüberschuss 

  • Pateinten mit zu dünner Haut (nur dünne, keine Zugfäden)

  • Minderjährige, Schwangere und stillende Frauen

  • Krebspatienten

  • Patienten mit akuten Entzündungen in den zu behandelnden Regionen

  • Patienten, die zu Keloiden, sogenannten „Wuchernarben” neigen

  • Patienten mit einer Immunschwäche oder Autoimmunerkrankung

  • Patienten die Blutverdünner einnehmen

Welche Fadenarten gibt es ? 

Beim Fadenlifting unterscheidet man neben dem Material grundsätzlich 4 Arten von Fäden:

  1. Glatte Fäden, auch oft Mono oder Basic Faden genannt 

  2. Spiralörmig gedrehte Fäden, auch Screw Fäden genannt  

  3. Fäden mit Widerhaken , die als  COG Fäden bezeichnet werden

  4. Silhouette Soft® Faden  sind mit kleinen Kegeln versehene Fäden 

Welchen Faden für welche Behandlung ?​

Mono und Screw Fäden für Volumen und Glättung

Mono und auch Screw Fäden kommen zum Einsatz, wenn das Ziel darin liegt die Haut anzuregen  mehr Volumen in Form von Kollagenfasern zu bilden. Dies führt zu einer "Verdickung" und Kräftigung der Haut, und zeigt auch einen straffenden Effekt. Durch den Einsatz von Mono-Fäden Schlaffe Unterlider und Augenringe behandeln, aber auch Knitterfältchen im Gesicht  können aufgepolster, Lachfältchen reduziert und schlaffe Gesichtshaut leicht angehoben werden. Auch eine Betonung der Lippenkontur ist  ebenso möglich, genauso wie eine Behandlung von Nacken, Hals und Dekollete` Falten. Oft wird diese Form des Fadeliftings auch als Mesolift oder Fadenlifting light bezeichnet.  

 

Idealerweise wird das Fadenlifiting mit weiteren Behandlungen wie PRP oder Skinbooster Behandlungen kombiniert, um eine optimales Ergebnis zu erreichen .  Bei sehr dünner Haut muss gegebenefalls erst einmal vorbereitend die Hautdicke durch ein erstes Fadenlifting mit extrem feinen Nadeln durchgeführt werden, bevor stärkere Fäden im Rahmen einer weiteren Sitzung eingebracht werden. 

Die Fäden sind mit einer spitzen Nadel versehen, und werden direkt unter der Haut platziert. Sie kommen bei leichten Fältchen infrage oder als Vorbereitung, um dünne Haut vor einer weiteren Behandlung erst ein wenig zu verstärken. Die Nadelstärke liegt hier bei 26–30 G. Bei ausgeprägteren Faltenkönnen dickere oder Screw Fäden verwendet werden, bei denen  durch thermische Verarbeitung ein Faden so um den anderen gelegt wurde, dass ein Gewinde wie bei einer Schraube entsteht. Dadurch verankert sich der Faden noch stärker in der Haut und regt die Kollagenneubildung noch besser an. Als Ergebnis ist eine deutlich  ausgeprägtere Gewebeverdichtung an den behandelten Stellen festzustellen.  Meist werden hier Nadeln mit einer Dicke von  25–26 G verwendet. 

Mono und Screw Fäden sind rein regenerative Fäden, das bedeutet, Sie haben keinen "Hebeeffekt". Je nach gewünschtem Effekt muss eine entsprechende Anzahl von Fäden platziert werden. So lassen sich kleine Falten mit einzelnen Fäden korrigieren, größere Flächen lassen sich mit speziellen Gittertechniken behandeln.  

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Cog Fäden für Lifting mit "Hebeeffekt"

Hebefäden sind in der Regel  dicker als Monofäden und  zudem mit Widerhaken ausgestattet. Sie ermöglichen es, bestimmte Hautpartien zusätzlich durch Zug zu straffen. Die einfachste Variante sind Hebefäden mit kleinen Zähnen,  die bei der Herstellung entweder hineingeschnitten oder gegossen  wurden. Erstere haben den  Vorteil, dass sie aufgrund einer höheren Schärfe der Haken  besser in der Haut halten. Andererseits darf der Zug nicht zu stark sein, da  Sie durch den unterschiedlichen Druchmesser an den eingeschnittenen Stellen schneller  reißen können.  Fäden mit gegossenen Widerhaken sind deutlich reißfester und besitzen eine fast ähnliche Haltekraft.  Durch die kleinen Widerhaken wird die Haut leicht angehoben  und die  Struktur an der gewünschten Stelle fixiert. So erreicht man, dass hängende, erschlaffte Hautpartien wieder repositioniert  werden können. COG Fäden sind meist mit einer stumpfen Nadel versehen, die das Risiko von Verletzungen und Blutungen stark reduziert.  Bei Hängebäckchen und ausgeprägter Nasolabialfalte sind Fäden mit Widerhaken  ebenso angezeigt wie beispielsweise zur Behandlung eines Doppelkinns und von hängenden Mundwinkeln, auch bekannt als Merkel-Falte. Die Nadelstärke bei Hebefäden liegt zwischen 18 und 23 G.

Silhouette Soft 

 

Neben den COG PDO Fäden gibt es auch noch eine weitere Form der  Hebefäden,  die Silhouette Soft Fäden. 

Diese sind aus Polymilchsäure und zeichnen sich durch ihre zusätzlichen gegenläufig an den Fäden angebrachten  Kegel aus. 

Die Besonderheit der Silhouette Soft Fäden liegt darin, dass die Kegel gegenläufig angeordnet sind, das bedeutet 

Eine Es gibt darüber hinaus auch Fäden mit sogenannten Cones: Kleine kegelförmige Strukturen im Faden erfüllen hier eine ähnliche Funktion wie die Widerhaken. Die stärkste Zugkraft bieten Fäden mit bidirektionalen Widerhaken. Da die Häkchen Halt in beide Richtungen geben, lässt sich hiermit der am stärksten ausgeprägte Lifting-Effekt erzielen. Hebefäden kommen zum Einsatz, wenn es darum geht, die Haut nicht nur zu glätten, sondern auch anzuheben. 

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es beim Fadenlifting ?

Grundsätzlich ist das Fadenlifting eine sichere, Nebenwirkungs-- und Risikoarme Behandlungsform. Die bei uns verwendeten Fäden sind als Medizinprodukte zugelassen und auf dem neuesten Stand von Forschung und Entwicklung. Da die zugrundliegenden Materialien bereits seit über 30 Jahren in der Chirurgie verwendet wurden, ist eine optimale Verträglichkeit sichergestellt. 

Zu den regelmässig auftretenden Nebenwirkungen zählen Hämatome und Schwellungen, die ebenso wie ein Spannungsgefühl meist innerhalb von wenigen Tagen verschwinden. Beim Einsatz von Zug und Cone-Fäden kann es zu einer leichten Raffung der Haut kommen, die aber ebenfalls nur von vorübergehender Natur ist. 

Kosten eines Fadenliftings ?

Die Kosten beim Fadenlifting orientieren sich immer an der Art und Anzahl der verwendeten Fäden. Im Rahmen eines Analyse und Beratungsgespräches erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen detailiierten Kostenplan, der von Patient zu Patient unterschiedlich ist.  Im Schnitt bewegen sich die Kosten zwischen 250 (Mesolift mit 20 Basisfäden ) bis zu 1500 Euro  (4 Fäden Silhouette Lift)

Key Facts Fadenlifting

Zeiten

Behandlung  30-60 min

Effekt            sofort-2 Monate

Haltbarkeit    3-18 Monate 

Risiken

Schwellungen, Blaue Flecken, evtl. Asymmetrie 

Nachsorge

Sport/Solarium    nach 7 Tagen

Sauna                 nach 14 Tagen

Gesellschaftsfähig sofort 

Kosten

Ab 200 Euro

 

 

 

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